Hautkrebsvosorge
mit Konzept

Die Inzidenz von schwarzem und weißem Hautkrebs steigt jährlich. Dies kann in der Regel vermieden werden, wenn der Hautkrebs rechtzeitig diagnostiziert wird.

Die Hautkrebsvorsorge und Muttermalkontrolle erfolgt  in unserer Praxis mittels Dermatoskopie,  Videodokumentation und elektrischer Impendanzspektrometrie – einem neuen Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von Melanomen.

Durch präzise und frühe Diagnostik wie der präventiven Untersuchung mit Gewebeentnahme und gründlicher histologischer Auswertung kann schnell und fundiert über operative und medikamentöse Therapie bis zur Hautkrebsnachsorge entschieden werden. Einen besonderen Stellenwert besitzen hierbei schonende und innovative Therapiekonzepte wie die Laserbehandlung und die Photodynamische Therapie von Hautkrebsvorstufen sowie die Operation bei bereits entstandenem Hautkrebs.

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Ihre Spezialistinnen für Hautkrebsvorsorge in München

Insbesondere bei der Hautkrebsvorsorge verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz – von der Risikobewertung über regelmäßige Screenings bis hin zur Behandlung von Vorkrebsstufen, denn eine optimierte Vor- und Nachsorge gewährleisten langfristige Hautgesundheit.

Häufige Fragen zum Thema Hautkrebs

Fernreisen in sonnige Länder, eine derzeit wieder nachlassende Ozonschicht in unseren Gefilden, aber auch der Besuch von Sonnenstudios, mit ihrer meist starken UVA-Bestrahlung, lassen die Hautkrankheiten seit Jahrzehnten ansteigen.

Die drei Hautkrebsarten Basalzellkarzinom, Stachelzellkarzinom und malignes Melanom lassen gemeinsam pro Jahr 233.000 Menschen in Deutschland erkranken, 28.000 davon an schwarzem Hautkrebs. Die Letalität kann reduziert werden wenn, wenn der Hautkrebs rechtzeitig und regelmäßig im Rahmen eines Hautkrebsscreenings diagnostiziert wird.

Wer hat ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken?

Neben einer individuellen erblichen Vorbelastung gilt die Sonnenexposition als Risikofaktor. Das gilt sowohl für langjährige Sonnenbestrahlung als auch für vermehrte Sonnenbrände. Aufgrund der Abhängigkeit von häufiger Sonnenbestrahlung bzw. vermehrtem Sonnenbrand treten Hautkrebsvorstufen und Hauttumoren oft an Hautpartien auf, die der Sonne ausgesetzt werden. Stirn, Nase, Wangen, Ohren, Handrücken und Unterarme sind überdurchschnittlich oft betroffen.

Auch die Anzahl der Muttermale zählt zu den Risikokriterien.

Warum sollte man ein regelmäßiges Hautkrebsscreening durchführen?

Die drei Hautkrebsarten Basalzellkarzinom, Stachelzellkarzinom und malignes Melanom stellen gemeinsam die häufigste Krebserkrankung in Deutschland dar. Insgesamt erkranken 233.000 Menschen in Deutschland an Hautkrebs – 28.000 davon an schwarzem Hautkrebs. Rund 3.600 Deutsche sterben jährlich an Hautkrebs. Dies kann in der Regel vermieden werden, wenn der Hautkrebs rechtzeitig im Rahmen eines Hautkrebsscreenings diagnostiziert wird. Und das gerade, weil wir es bei bösartigem Hautkrebs mit einem riskanten und oft aggressiven Leiden zu tun haben, das nicht selten in den Körper ausstreut und Tochtergeschwülste an anderen Organen bildet.

Solarien werden dabei häufig fälschlicherweise als sicher angesehen. Da künstliche Sonnenstrahlen aber meist aus sehr starken UVA-Strahlen bestehen, führen sie zu ähnlichen Spätfolgen wie übermäßige Sonnenbestrahlung.

Wie sieht eine umfassende Hautkrebsvorsorge aus?

Im ersten Schritt kommt es beim Hautkrebsscreening immer auf die Ermittlung der individuellen Risikofaktoren beim einzelnen Patienten an. Eine zentrale Frage ist, ob Hautkrebs in der Familie bekannt ist und wie oft und wie intensiv Sie Ihre Haut ungeschützt der Sonne aussetzen und ausgesetzt haben (Sonnenbrände in der Kindheit). Ausgehend von diesem grundlegenden Gespräch bieten wir Ihnen die sorgfältige und lückenlose Untersuchung auf Hautkrebs am gesamten Körper. Dabei wird Ihre Haut vollständig unter einer vergrößernden Lupe auf verdächtige Anzeichen abgesucht. Von größter Wichtigkeit ist die diagnostische Prüfung und Einschätzung vorhandener Muttermale mittels Dermatoskop. Das ist ein Mikroskop, mit dem man die Beschaffenheit insbesondere von pigmentierten Hautveränderungen wie z. B. den Muttermalen gut beurteilen kann.

Auffällige Muttermale werden zur besseren Verlaufskontrolle in meiner Praxis mit einem Mikroskop fotografiert und gespeichert (Videodokumentation). Damit können wir einen sehr genauen Status Ihrer Muttermale erstellen. Muttermale und Leberflecken, die wir aus hautärztlicher Sicht beobachten sollten, lassen sich mit dieser Technik genau festhalten, vermessen und bildlich dokumentieren. In einem bestimmten Zeitintervall werden Vergleichsaufnahmen gemacht. Somit können wir schon kleinste Veränderungen in den Pigmentmalen erkennen und eine Therapie einleiten.

Relativ neu ist ein innovatives Untersuchungsverfahren, welches Muttermale mittels elektrischer Impedanzspektroskopie misst und analysiert und so Veränderungen in der Zellstruktur, Zellausrichtung, Zellgrösse und Zelltypen erkennt. Diese Zusatzinformationen sind sehr wertvoll bei der Melanomerkennung und unterstützen uns insbesondere in schwierigen Grenzfällen bei der Diagnosestellung.

Was geschieht bei der Hautkrebs-Therapie und Nachsorge?

Das Spektrum unserer Leistungen reicht von der präventiven Untersuchung mit Gewebeentnahme und gründlicher histologischer Auswertung über die operative und medikamentöse Therapie bis zur Hautkrebsnachsorge. Einen besonderen Stellenwert besitzen schonende und innovative Therapiekonzepte wie die Laserbehandlung und die Photodynamische Therapie von Hautkrebsvorstufen und die Operation bei bereits entstandenem weißen Hautkrebs.

Wenn Sie einmal an Hautkrebs erkrankt sind, legen wir ein leitliniengerechtes Nachsorgeschema für Sie fest. Dies beinhaltet regelmäßige Ganzkörperinspektionen, Abtasten der Lymphknoten und bei Bedarf auch Ultraschall (Sonographie) der Lymphknoten.

Im Falle eines metastasierten Malignen Melanoms arbeiten wir mit spezialisierten dermato-onkologischen Zentren zusammen.

Welche verschiedenen Hautkrebsformen gibt es und wie werden diese behandelt?

Aktinische Keratosen

Bei den Aktinischen Keratosen handelt es sich um Hautkrebsvorstufen, die vor allem ältere Menschen mit hellem Hauttyp betreffen. Sie treten als raue und oft nur leicht gerötete Stellen an sonnenexponierten Arealen z.B. am Kopf in Erscheinung und müssen sehr sorgfältig therapiert werden, damit sie sich nicht in spinozelluläre Karzinome verwandeln.

Abhängig davon, welche Bereiche wie stark betroffen sind, können wir Ihnen unterschiedliche Therapieformen empfehlen. Das Spektrum reicht von der Entfernung einzelner Hautveränderungen mit Laser oder dem Skalpell bis zum Einsatz von Kälte oder einem örtlichen Zytostatikum. Sehr häufig liegt jedoch eine sogenannte Feldkanzerisierung vor. Dies bedeutet, dass mehrere Aktinische Keratosen auf einer Fläche (z. B. Dekolleté oder Glatze) in unterschiedlichen Reifestadien vorliegen. Hier hat sich vor allem die Photodynamische Therapie (PDT) besonders bewährt.

Neben der chirurgischen Entfernung und der nicht ganz schmerzfreien Bestrahlung mit Rotlicht, kann die Photodynamische Therapie (PDT) auch mittels Tageslicht durchgeführt werden. Als besonders effektiv hat sich die Photodynamische Therapie mit vorhergehender, fraktionierter Fraxel-Lasertherapie erwiesen. Da der Laser der Haut kleinste Verletzungen zufügt, kann die parallel eingesetzte Substanz noch besser einwirken und tiefere Hautschichten erreichen, um auch hier die Tumorzellen zu zerstören.

Weißer Hautkrebs

Die im vorigen Abschnitt erwähnte Tumoridentität des spinozellulären Karzinoms, das man oft auch als Plattenepithelkarzinom oder einfach als Spinaliom bezeichnet, wird zusammen mit dem Basaliom oder Basalzellkarzinom unter dem Überbegriff Weißer Hautkrebs zusammengefasst.

Das Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs und tritt oft als haut- oder porzellanfarbener glasiger derber Knoten auf. Man bezeichnet es als semimaligne, da es in das umliegende Gewerbe einwächst und nur äußerst selten metastasiert. Trotzdem müssen Basaliome behandelt werden, da sie, wie bereits oben erwähnt, lokal Probleme bereiten können.

Bei der Behandlung spielt die Art des Basalioms (knotig, sklerodermiform, superfiziell), die Größe und die Lokalisation der Hautveränderung ebenso mit hinein, wie das Alter des Patienten und seine sonstige gesundheitliche Situation. Die knotigen und skleodermiformen Basalzellkarzinome werden in der Regel chirurgisch entfernt.

Die oberflächlichen Rumpfhautbasaliome können, wenn keine Operation erwünscht oder möglich ist, mittels photodynamischer Therapie behandelt werden. Besonders wichtig ist hier danach die engmaschige klinische Kontrolle der Haut in regelmäßigen Abständen, da nicht gewährleistet ist, dass der Hautkrebs vollständig entfernt ist.

Das Spinozelluläre Karzinom tritt besonders an den „Sonnenterrassen“ des Körpers, wie z. B. der Unterlippe, Nasenrücken und Ohrmuscheln auf. Sie stellen sich dar als scharf begrenzte Rötung der Haut mit rauer oder verhornter Oberfläche. Manchmal bildet sich auch ein Schorf. Es wächst deutlich schneller als das Basaliom und kann auch beim Wachsen Gewebe zerstören.

Je früher ein weißer Hautkrebs oder deren Vorstufen erkannt wird, desto kleiner ist der Eingriff. Besonders im Gesichtsbereich, in dem der weiße Hautkrebs besonders häufig auftritt, gilt das zu berücksichtigen.

Die Therapie der Wahl ist die vollständige operative Entfernung des Tumors. So wird eine weitere Ausbreitung der Krebszellen verhindert und das Risiko von Metastasenbildungen sinkt. Abhängig von der vertikalen Dicke des Tumors, sollten die nahe gelegenen Lymphknoten mittels Sonographie untersucht werden, um Lymphknotenmetastasen rechtzeitig zu entdecken.

Schwarzer Hautkrebs

Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hautkrebstyp. Es wird auch als Schwarzer Hautkrebs bezeichnet, weil es aus dunklen Pigmentzellen entsteht. Dabei ist der Schwarze Hautkrebs sehr viel gefährlicher und aggressiver als der Weiße Hautkrebs, er bereits in frühen Entwicklungsstadien in den Körper streuen kann.

Jedes dritte maligne Melanom wächst in schon bestehenden und auch in angeborenen Pigmentmalen, den „Leberflecken“ oder „Muttermalen“.

Jede Veränderung eines Muttermals, sei es in Größe, Form, Farbe, Symmetrie, Erhabenheit oder Begrenzung ist verdächtig. Auch wenn ein Pigmentmal juckt, brennt oder sogar blutet, muss es so schnell wie möglich abgeklärt werde.

Bei klinischem Verdacht auf ein malignes Melanom soll dieses immer chirurgisch mit kleinem Sicherheitsabstand komplett entfernt werden. Ist das Melanom weniger als 1 mm dick, ist keine weitere Therapie erforderlich. Bei einer Tumordicke über 1 mm muss in der Klinik der Wächterlymphknoten entfernt werden. Die Tumornachsorge erfolgt nach den Leitlinien angepasst an das Stadium der Tumorerkrankung. Im Frühstadium (Stadium I, Tumordicke nicht über 1 mm) erfolgen halbjährliche Nachsorge-Untersuchungen. Bei einer Tumordicke über 1 mm sind vierteljährliche Untersuchungen nötig.

Wie macht sich ein malignes Melanom bemerkbar?

Warnsignale, die für ein malignes Melanom sprechen, können die Vergrößerung, die Farbänderung sowie das Jucken von Muttermalen sein. Bei dunkelhäutigen Menschen tritt der schwarze Hautkrebs meistens an Stellen auf, die weniger dunkel sind, zum Beispiel an den Schleimhäuten oder den Handflächen.
Wir Dermatologen machen uns die sogenannte „ABCDE-Regel“ zunutze, um Muttermale in „gut und verdächtig“ einteilen zu können.
Wenn zwei der folgenden fünf Kriterien zutreffen, wird in der Regel zu einer Entfernung des Muttermals geraten:

A – Asymmetry (Asymmetrie): Der Fleck ist nicht symmetrisch, beispielsweise nicht rund oder oval
B – Border (Begrenzung): Der Fleck ist unregelmäßig oder unscharf begrenzt
C – Colour (Farbe): Der Fleck ist unterschiedlich stark pigmentiert; mehrfarbig
D – (Durchmesser): Der Fleck ist größer als 5 mm
E – (Evlevation) (Erhabenheit/Entwicklung): Die Hautveränderung ist neu und in kurzer Zeit auf sonst flachem Grund entstanden

Ambulante Operationen in unserer Praxis

Die Dermatologie im Schlosspalais verfügt über einen eigenen Eingriffsraum, in dem neben Laser- und Lichtbehandlungen auch kleinere Operationen ambulant durchgeführt werden können. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass unsere ärztliche Betreuung nicht bei der Vorsorge und Diagnosestellung endet. Wenn möglich, nehmen wir die Behandlung und Entfernung von betroffenem Gewebe in unserer Praxis vor. Bei solchen Eingriffen können Sie sich auf unsere weitreichende Expertise sowie moderne und schonende Methoden verlassen.

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